Warum Chlamydien in der Schwangerschaft besonders ernst genommen werden sollten
Chlamydien gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen in Europa. Da die Infektion meist symptomlos verläuft, bleibt sie oft unentdeckt. Während einer Schwangerschaft kann eine unbehandelte Chlamydieninfektion jedoch den Verlauf der Schwangerschaft beeinflussen und Risiken für das ungeborene Kind mit sich bringen.
Die gute Nachricht ist, dass Chlamydien zuverlässig nachgewiesen und auch während der Schwangerschaft sicher behandelt werden können. Je früher Klarheit besteht, desto geringer ist das Risiko für Komplikationen.
Was sind Chlamydien?
Chlamydien werden durch das Bakterium Chlamydia trachomatis verursacht. Es kann sich in verschiedenen Schleimhäuten des Körpers ansiedeln, unter anderem im Vaginalbereich, in der Harnröhre, im Analbereich oder im Rachen. Die Übertragung erfolgt durch ungeschützten vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr.
Da viele Betroffene keinerlei Symptome entwickeln, wird Chlamydien oft als „stille“ Infektion bezeichnet.

Wie äußern sich Chlamydien während der Schwangerschaft?
In den meisten Fällen treten keine Beschwerden auf. Wenn Symptome vorhanden sind, können sie unspezifisch sein, zum Beispiel ein Brennen beim Wasserlassen, veränderter vaginaler Ausfluss, leichte Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder Unterbauchschmerzen.
Diese Anzeichen können jedoch auch Teil einer normalen Schwangerschaft sein, weshalb Chlamydien ohne gezielten Test häufig unentdeckt bleiben.
Mögliche Risiken von Chlamydien in der Schwangerschaft
Eine unbehandelte Infektion kann sowohl für die werdende Mutter als auch für das Baby Folgen haben.
Für die Mutter besteht ein erhöhtes Risiko für Entzündungen im Beckenbereich oder für eine Frühgeburt. Auch spätere Fruchtbarkeitsprobleme können auftreten.
Für das Kind kann es während der Geburt zu einer Ansteckung kommen. In den ersten Lebenswochen sind dann unter anderem Augenentzündungen oder eine Lungenentzündung möglich. Diese Risiken lassen sich durch frühzeitiges Testen und Behandlung weitgehend vermeiden.
Chlamydien, Fruchtbarkeit und Kinderwunsch
Auch bei bestehendem Kinderwunsch ist ein Test sinnvoll. Eine länger bestehende, unbehandelte Chlamydieninfektion kann die Eileiter schädigen und das Risiko für eine eingeschränkte Fruchtbarkeit oder eine Eileiterschwangerschaft erhöhen.
Ein Test schützt daher nicht nur die aktuelle Schwangerschaft, sondern auch die zukünftige Familienplanung.
Chlamydien testen während der Schwangerschaft
Sicherheit bietet nur ein Test. Über StdCheck24.de ist ein diskreter und zuverlässiger Chlamydientest möglich. Der Ablauf ist einfach: Du bestellst den Test online, erhältst ihn neutral verpackt nach Hause und entnimmst die Probe selbst, entweder per Urinprobe oder vaginalem Abstrich. Die Analyse erfolgt in einem ISO-zertifizierten Labor, und das Ergebnis liegt innerhalb weniger Tage vor.
Bei einem positiven Befund wirst du medizinisch begleitet.
Behandlung von Chlamydien in der Schwangerschaft
Chlamydien lassen sich auch während der Schwangerschaft sicher mit geeigneten Antibiotika behandeln. Die behandelnden Ärzte wählen ausschließlich Medikamente, die für Schwangere und das ungeborene Kind geeignet sind.
Wichtig ist, die Behandlung vollständig abzuschließen, währenddessen auf Geschlechtsverkehr zu verzichten und auch den Partner testen und gegebenenfalls behandeln zu lassen. So wird eine erneute Ansteckung vermieden.
Was passiert ohne Behandlung vor der Geburt?
Bleibt Chlamydien unbehandelt, kann sich das Kind während der Geburt im Geburtskanal anstecken. Dadurch steigt das Risiko für Augen- oder Atemwegsinfektionen beim Neugeborenen. Durch rechtzeitige Diagnose und Therapie lässt sich dieses Risiko nahezu vollständig ausschließen.