Was sind Chlamydien? Die Grundlagen
Chlamydien sind eine sexuell übertragbare Infektion, verursacht durch das Bakterium Chlamydia trachomatis. Sie können Männer und Frauen gleichermaßen betreffen und werden meist beim ungeschützten Sex übertragen, vaginal, anal und oral. In vielen Fällen treten anfangs keine Beschwerden auf. Genau das macht die Infektion tückisch: Man kann sie weitergeben, ohne etwas davon zu merken.
Symptome und Folgen
Mögliche Beschwerden sind Schmerzen beim Wasserlassen, ungewöhnlicher Ausfluss, Unterbauchschmerzen sowie Zwischen- oder Kontaktblutungen bei Frauen. Bei Männern können zusätzlich Schmerzen oder eine Schwellung der Hoden auftreten.
Bleibt eine Chlamydien-Infektion unbehandelt, kann sie ernste Folgen haben: bei Frauen eine Entzündung des Beckens (PID), die zu Unfruchtbarkeit und einem erhöhten Risiko für Eileiterschwangerschaften führen kann, bei Männern eine Nebenhodenentzündung. Auch in der Schwangerschaft kann eine Infektion Komplikationen verursachen und auf das Neugeborene übertragen werden.
Wann sollten Sie sich testen lassen?
Ein Test ist sinnvoll, wenn Sie Beschwerden haben, ungeschützten Sex hatten, eine neue Partnerin oder einen neuen Partner haben oder gewarnt wurden, weil jemand positiv getestet wurde.
Ein Test ist ab 14 Tagen nach dem Risikokontakt zuverlässig. Früher getestet, kann das Ergebnis falsch-negativ ausfallen.
Gut zu wissen: In Deutschland haben sexuell aktive Frauen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr einmal jährlich Anspruch auf ein kostenloses Chlamydien-Screening über die gesetzliche Krankenkasse. Auch im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge wird auf Chlamydien getestet.
Wichtige Fakten
- Eine Infektion kann völlig symptomfrei verlaufen, fehlende Beschwerden bedeuten keine Entwarnung.
- Kondome senken das Ansteckungsrisiko deutlich.
- Chlamydien lassen sich mit Antibiotika gut behandeln und heilen in der Regel folgenlos aus.
- Auch Partnerinnen und Partner sollten sich testen und gegebenenfalls mitbehandeln lassen – sonst kommt es leicht zu einer erneuten Ansteckung.
Diagnose und Behandlung
Der Nachweis erfolgt über einen molekularbiologischen Test (NAT/PCR) aus einer Urinprobe oder einem Abstrich. Für den Urintest wird der erste Morgenurin beziehungsweise der erste Strahl beim Wasserlassen verwendet.
Standardbehandlung in Deutschland ist Doxycyclin, zweimal täglich 100 mg über sieben Tage. Bei Gegenanzeigen gegen Tetrazykline und in der Schwangerschaft wird stattdessen Azithromycin als Einmalgabe von 1 g eingesetzt. Bei anorektalen Infektionen ist Doxycyclin die zuverlässigere Wahl.
Welche Behandlung im Einzelfall geeignet ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Vorbeugen
Kondome bei sexuellen Kontakten sind der wirksamste Schutz. Lassen Sie sich testen, wenn Sie Beschwerden haben, die Partnerin oder den Partner wechseln oder gewarnt wurden – und sprechen Sie offen darüber. Das schützt nicht nur Sie, sondern auch andere.
Wie kann STDCheck24.de Ihnen helfen?
Wenn Sie den Verdacht haben, sich angesteckt zu haben, können Sie sich bei uns diskret von zu Hause aus testen lassen, ohne Termin und ohne Wartezimmer. Fällt Ihr Ergebnis positiv aus, erhalten Sie Zugang zu einer Behandlung in Zusammenarbeit mit BIG-registrierten Ärztinnen und Ärzten und zertifizierten Apotheken.
Chlamydien sind gut behandelbar. Entscheidend ist, sie rechtzeitig zu erkennen.