Was ist HIV?
HIV ist ein Virus, das über Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit und Muttermilch übertragen wird. Das Virus greift das Immunsystem an, wodurch der Körper anfälliger für Infektionen und Krankheiten wird.
Wie steckt man sich mit HIV an?
- Ungeschützter Sex
- Gemeinsame Nutzung von Nadeln
- Kontakt mit infiziertem Blut
- Von der Mutter auf das Kind während Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit
Symptome von HIV
Viele Menschen bemerken in den ersten Wochen nach einer Infektion grippeähnliche Symptome:
- Fieber
- Müdigkeit
- Hautausschlag
- Nachtschweiß
Danach kann HIV jahrelang symptomfrei bleiben, während das Virus das Immunsystem weiter schädigt.
Wichtige Fakten über HIV
- Prävention: Verwenden Sie immer Kondome und ziehen Sie PrEP (eine vorbeugende HIV-Medikation) in Betracht, wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko besteht.
- Tests: Regelmäßige HIV-Tests sind wichtig, insbesondere bei erhöhtem Risiko.
- Behandlung: Mit einer antiretroviralen Therapie (ART) lässt sich HIV kontrollieren. Das Virus wird dadurch nicht mehr nachweisbar – und damit auch nicht mehr übertragbar.
Diagnose und Behandlung
Ein HIV-Test ist die einzige Möglichkeit, sicher zu wissen, ob Sie infiziert sind. Eine frühe Diagnose und eine Behandlung mit antiretroviraler Therapie (ART) ermöglichen Ihnen ein gesundes Leben und verhindern die weitere Verbreitung des Virus.
Darüber hinaus stehen Mittel zur Verfügung, um einer HIV-Infektion vorzubeugen:
PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe) ist eine vorbeugende Medikation, die Sie täglich oder zu bestimmten Zeitpunkten einnehmen können, um sich vor HIV zu schützen. Sie richtet sich an Menschen mit einem erhöhten HIV-Risiko – etwa Personen mit mehreren Sexualpartnern, Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), oder Menschen mit einer HIV-positiven Partnerin oder einem HIV-positiven Partner. Bei korrekter Anwendung ist PrEP sehr wirksam darin, eine HIV-Infektion zu verhindern.
PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) ist eine Notfallbehandlung, die Sie innerhalb von 72 Stunden nach einer möglichen HIV-Exposition beginnen können – zum Beispiel nach ungeschütztem Sex oder einer Nadelstichverletzung. Die Behandlung dauert 28 Tage und kann eine Infektion verhindern, sofern sie rechtzeitig begonnen wird.
Frühzeitiges Handeln – sowohl bei der Prävention als auch bei der Behandlung – ist entscheidend, um HIV unter Kontrolle zu halten und eine weitere Übertragung zu stoppen.