Was ist HPV?
HPV umfasst eine große Gruppe von Viren mit über hundert unterschiedlichen Typen. Viele davon sind harmlos und verschwinden von selbst. Einige Varianten können jedoch gesundheitliche Probleme verursachen.
Man unterscheidet zwischen sogenannten Niedrigrisiko-Typen, die vor allem Genitalwarzen auslösen, und Hochrisiko-Typen, die mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen unter anderem Penis-, Anal- sowie Mund- und Rachenkrebs. Die Übertragung erfolgt meist durch engen Hautkontakt, insbesondere beim Geschlechtsverkehr.
Warum Männer sich vor HPV schützen sollten
HPV kann bei Männern verschiedene Folgen haben. Genitalwarzen sind zwar meist gutartig, können aber hartnäckig sein und psychisch belastend wirken. Seltener, aber deutlich schwerwiegender, sind HPV-bedingte Krebserkrankungen.
Auch ohne selbst Symptome zu haben, können Männer das Virus weitergeben. Wer präventive Maßnahmen ergreift, schützt daher nicht nur sich selbst, sondern auch seine Partner und trägt dazu bei, die Verbreitung von HPV insgesamt zu reduzieren.
HPV-Impfung für Männer
Die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung einer HPV-Infektion ist die Impfung. In Deutschland werden Jungen inzwischen im Rahmen der Impfempfehlungen gegen HPV geimpft.
Die Impfung senkt das Risiko für HPV-bedingte Krebserkrankungen deutlich und schützt außerdem vor der Entstehung von Genitalwarzen. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, die Weiterverbreitung des Virus in der Bevölkerung zu verringern.
Bei einer Impfung vor dem 15. Lebensjahr reichen in der Regel zwei Impfungen aus. Ab einem Alter von 15 Jahren sind drei Dosen notwendig. Auch erwachsene Männer können sich impfen lassen. Selbst wenn bereits sexuelle Kontakte bestanden haben, schützt die Impfung vor HPV-Typen, mit denen noch keine Infektion stattgefunden hat.

Kondome und HPV
Kondome reduzieren das Risiko einer HPV-Übertragung, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz. Das liegt daran, dass HPV auch über Hautareale übertragen werden kann, die nicht vom Kondom bedeckt sind.
Trotzdem bleibt die Verwendung von Kondomen sinnvoll. Sie senken das Ansteckungsrisiko und schützen zuverlässig vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie Chlamydien, Gonorrhö oder HIV. Kondome sind daher eine wichtige Ergänzung zur Impfung.
Auf mögliche Symptome achten
Für Männer gibt es kein routinemäßiges Vorsorgeprogramm zur Früherkennung von HPV. Umso wichtiger ist es, selbst aufmerksam zu bleiben.
Auffällige Hautveränderungen oder Warzen im Genital- oder Analbereich, anhaltende Schmerzen, Juckreiz oder Blutungen sowie länger bestehende Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden sollten ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden.
Immunsystem und Lebensstil
In vielen Fällen schafft es das Immunsystem, eine HPV-Infektion innerhalb von ein bis zwei Jahren selbst zu beseitigen. Ein gesunder Lebensstil unterstützt diesen Prozess.
Nichtrauchen, eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stress und Alkohol stärken die körpereigene Abwehr und verringern das Risiko, dass eine HPV-Infektion bestehen bleibt.