Symptome von HPV-bedingtem Gebärmutterhalskrebs: das solltest du wissen
Eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus verläuft in den meisten Fällen ohne spürbare Symptome. Dennoch kann eine langanhaltende Infektion mit einem Hochrisiko-HPV-Typ bei manchen Frauen zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs führen. Da sich diese Krebsform langsam entwickelt und frühe Stadien oft unbemerkt bleiben, ist es wichtig, mögliche Warnsignale zu kennen und rechtzeitig aufmerksam zu werden.
Warum bleiben Symptome oft lange unbemerkt?
HPV-bedingter Gebärmutterhalskrebs entsteht meist über mehrere Jahre. Zu Beginn verursacht das Virus leichte Zellveränderungen am Gebärmutterhals, sogenannte Vorstufen. Diese Veränderungen sind in der Regel schmerzlos und verursachen keine auffälligen Beschwerden.
Gerade weil diese frühe Phase meist symptomfrei verläuft, wird die Erkrankung oft erst entdeckt, wenn die Zellveränderungen weiter fortgeschritten sind. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen und ergänzende HPV-Tests so wichtig, auch wenn man sich gesund fühlt.

Erste mögliche Anzeichen
Wenn sich Gebärmutterhalskrebs weiterentwickelt, können erste Beschwerden auftreten. Mögliche frühe Symptome sind:
- unregelmäßige Blutungen, zum Beispiel zwischen den Monatsblutungen, nach dem Geschlechtsverkehr oder nach den Wechseljahren
- veränderter vaginaler Ausfluss, der wässrig, blutig oder unangenehm riechend sein kann
- Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr, insbesondere wenn diese neu oder anhaltend sind
- anhaltende Schmerzen im Unterbauch oder im unteren Rücken ohne erkennbare Ursache
Diese Symptome können auch andere Ursachen haben, sollten jedoch immer ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden.
Symptome in einem späteren Stadium
In fortgeschritteneren Stadien können die Beschwerden deutlicher und belastender werden. Dazu gehören unter anderem:
- anhaltende Müdigkeit
- ungeklärter Gewichtsverlust
- Schwellungen der Beine
- Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin
In diesem Stadium ist die Erkrankung häufig bereits weiter fortgeschritten. Deshalb ist es wichtig, nicht erst auf diese Symptome zu warten.
Wann ist besondere Aufmerksamkeit geboten?
Auch ohne Beschwerden kann ein erhöhtes Risiko für HPV-bedingte Veränderungen bestehen. Besonders aufmerksam solltest du sein, wenn:
- du älter als 30 Jahre bist
- du bereits einmal positiv auf HPV getestet wurdest
- du rauchst oder ein geschwächtes Immunsystem hast
- du seit längerer Zeit nicht an Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen hast
In diesen Situationen sind regelmäßige Kontrollen oder zusätzliche Tests sinnvoll, auch wenn keine Symptome auftreten.