Wie wird Syphilis übertragen?
Syphilis wird durch das Bakterium Treponema pallidum verursacht. Der Erreger dringt über kleinste, oft unbemerkte Verletzungen der Haut oder Schleimhaut in den Körper ein. Diese Mikroverletzungen entstehen häufig durch Reibung beim Geschlechtsverkehr.
Ein frühes Anzeichen ist meist ein kleines, schmerzloses Geschwür. Dieses kann von selbst abheilen, obwohl die betroffene Person weiterhin ansteckend ist.
Das Bakterium befindet sich vor allem in:
• Schmerzlosen Geschwüren
• Feuchten Haut- oder Schleimhautveränderungen
• Schleimhäuten von Penis, Vulva, Vagina, Anus oder Mund
Wichtigste sexuelle Übertragungswege
Vaginaler Geschlechtsverkehr
Beim direkten Kontakt zwischen Penis und Vulva oder Vagina kann eine Übertragung stattfinden, wenn eine infektiöse Stelle vorhanden ist. Kondome reduzieren das Risiko deutlich, bedecken jedoch nicht die gesamte Haut im Genitalbereich.
Analer Geschlechtsverkehr
Die Schleimhaut im Analbereich ist besonders empfindlich und anfällig für kleine Verletzungen. Eine Übertragung kann sowohl bei Penetration als auch bei direktem Kontakt mit einer infektiösen Stelle rund um den Anus erfolgen.
Oraler Geschlechtsverkehr
Auch beim Oralverkehr kann Syphilis übertragen werden. Eine infektiöse Stelle im oder am Mund kann ansteckend sein, selbst wenn sie keine Schmerzen verursacht.

Haut-zu-Haut-Kontakt
Intimes Reiben oder direkter Kontakt mit einem infektiösen Geschwür kann bereits ausreichen. Eine Penetration ist daher nicht zwingend notwendig.
Sexspielzeuge
Werden Sexspielzeuge ohne Kondom oder ohne gründliche Reinigung gemeinsam genutzt, kann ebenfalls eine Übertragung stattfinden.
Was kein Risiko darstellt
Syphilis wird nicht übertragen durch:
• Toilettensitze
• Handtücher
• Besteck oder Trinkgläser
• Schwimmbäder oder Saunen
• Alltäglichen sozialen Kontakt
Eine Ansteckung setzt engen, direkten Kontakt mit einer infektiösen Haut- oder Schleimhautstelle voraus.
Inkubationszeit und Ansteckungsfähigkeit
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwei bis sechs Wochen. In der frühen Phase ist die Ansteckungsgefahr am höchsten. Da Beschwerden mild sein oder fehlen können, ist eine Übertragung auch ohne sichtbare Symptome möglich.
Eine Testung ist besonders sinnvoll:
• Bei einer Partnerbenachrichtigung
• Bei einem sichtbaren Geschwür
• Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr
• Etwa sechs Wochen nach einem Risikokontakt, wenn ein früher Test negativ war

Wie lässt sich das Risiko verringern?
• Kondome bei vaginalem und analem Geschlechtsverkehr verwenden
• Schutz auch beim Oralverkehr in Betracht ziehen
• Ausreichend Gleitmittel nutzen, um Mikroverletzungen zu vermeiden
• Für jede Person ein neues Kondom bei Sexspielzeugen verwenden
• Bei wechselnden Partnern regelmäßig einen STD-Test durchführen
Testen in Deutschland
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Fazit
Syphilis kann über vaginalen, analen und oralen Geschlechtsverkehr übertragen werden, ebenso über direkten Hautkontakt mit einer infektiösen Stelle oder über gemeinsam genutzte Sexspielzeuge ohne Schutz. Kondome senken das Risiko erheblich, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz.
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