Wie oft sollte man sich auf HPV testen lassen?

Wie oft ein HPV-Test sinnvoll ist, hängt vom Alter, der sexuellen Situation und früheren Testergebnissen ab. Da HPV meist keine Beschwerden verursacht, ist eine regelmäßige Kontrolle bei erhöhtem Risiko oder außerhalb des offiziellen Vorsorgeprogramms besonders wichtig.

Wie oft ist ein HPV-Test sinnvoll?

HPV ist ein sehr häufiges Virus, das in den meisten Fällen vom Immunsystem innerhalb von ein bis zwei Jahren selbstständig beseitigt wird. Bestimmte Hochrisiko-Typen können jedoch langfristig Zellveränderungen verursachen.

Da eine HPV-Infektion in der Regel keine Symptome verursacht, bleibt sie oft unbemerkt. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wann eine Testung sinnvoll ist. Die optimale Testhäufigkeit hängt immer von der individuellen Situation ab.

HPV-Test unter 25 Jahren

In Deutschland beginnt das gesetzliche Vorsorgeprogramm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ab dem 20. Lebensjahr mit dem Pap-Test. Ein routinemäßiger HPV-Test ist bei jüngeren Frauen in der Regel nicht vorgesehen, da Infektionen in diesem Alter häufig spontan ausheilen.

Ein zusätzlicher HPV-Test kann jedoch sinnvoll sein, wenn:

• häufig wechselnde Sexualpartner bestehen
• ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat
• bereits früher eine HPV-Infektion festgestellt wurde
• Unsicherheit oder Sorge bezüglich eines Risikos besteht

In diesen Fällen kann ein HPV-Test zusätzliche Sicherheit geben.

HPV-Test ab 25 Jahren

Frauen zwischen 20 und 34 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche zytologische Untersuchung (Pap-Test).

Ab 35 Jahren wird in Deutschland alle drei Jahre ein kombinierter HPV- und Pap-Test (Ko-Test) angeboten.

Ein zusätzlicher HPV-Test kann sinnvoll sein, wenn:

• eine neue Partnerschaft besteht
• Beschwerden auftreten
• zuvor ein positiver HPV-Befund vorlag
• zusätzliche Sicherheit gewünscht wird

Bei Unsicherheit sollte man nicht zwingend bis zur nächsten regulären Vorsorge warten.

Wie oft testen nach einem positiven HPV-Ergebnis?

Nach einem positiven HPV-Test ist eine Verlaufskontrolle wichtig.

Häufig wird empfohlen, den Test nach 6 bis 12 Monaten zu wiederholen. So lässt sich feststellen, ob das Virus vom Körper beseitigt wurde oder weiterhin besteht.

Eine anhaltende HPV-Infektion erhöht das Risiko für Zellveränderungen. Regelmäßige Kontrollen helfen, mögliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Sollte man sich ohne Beschwerden testen lassen?

Ja. HPV verursacht in den meisten Fällen keine Symptome. Eine Infektion kann daher unbemerkt bestehen.

Gerade deshalb ist eine Testung auch ohne Beschwerden sinnvoll, wenn ein erhöhtes Risiko vorliegt.

Wann ist häufigeres Testen sinnvoll?

Eine häufigere Kontrolle kann angebracht sein bei:

• wechselnden Sexualpartnern
• geschwächtem Immunsystem
• Rauchen
• früheren auffälligen Befunden
• anhaltender Unsicherheit

Die Testhäufigkeit ist individuell. Im Zweifel ist eine frühere Testung oft sinnvoller als langes Abwarten.

Zusammenfassung

Ein HPV-Test ist keine einmalige Maßnahme, sondern sollte an die persönliche Situation angepasst werden.

• Unter 25? Test bei Risiko oder Unsicherheit.
• Ab 25? Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und bei Bedarf früher testen.
• Bereits positiv getestet? Kontrolle nach 6 bis 12 Monaten.
• Keine Beschwerden? Trotzdem testen bei erhöhtem Risiko.

Da HPV meist unbemerkt verläuft, ist regelmäßige Kontrolle der beste Weg, langfristige Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

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